✦ Neu: Private AI Cluster — souveräne KI, Ihre Daten bleiben bei Ihnen. Mehr erfahren →
IT am Main
Erstgespräch

Vergleich

Microsoft Intune vs. andere MDM- und UEM-Lösungen

Für die zentrale Verwaltung von Notebooks, Smartphones und Tablets stehen mehrere etablierte Lösungen zur Wahl. Microsoft Intune, Jamf Pro und Google Workspace Endpoint Management verfolgen unterschiedliche Schwerpunkte: plattformübergreifend, Apple-spezialisiert oder auf Android und ChromeOS ausgerichtet. Dieser Vergleich stellt die Funktionen anhand der offiziellen Herstellerdokumentation gegenüber, ohne eine Lösung als generell besser zu bewerten: Die passende Wahl hängt von der vorhandenen Geräteflotte ab.

Auf einen Blick

Kurz erklärt.

Microsoft Intune ist eine cloud-basierte, plattformübergreifende Lösung für Android, iOS/iPadOS, Linux, macOS und Windows, die eng mit Microsoft Entra ID und Conditional Access zusammenarbeitet. Jamf Pro ist auf Apple-Geräte spezialisiert, Mac, iPhone, iPad und Apple TV, und nutzt native Apple-Verwaltungsfunktionen besonders tief. Google Workspace Endpoint Management deckt vor allem Android, ChromeOS und, mit Einschränkungen, iOS und Windows ab und unterscheidet zwischen einer automatisch aktiven Basic- und einer zusätzlich zu aktivierenden Advanced-Stufe. Alle drei folgen dem Prinzip, Geräte zentral einzubinden, zu konfigurieren und bei Bedarf aus der Ferne zurückzusetzen.

Drei unterschiedliche Ausgangspunkte

Microsoft Intune ist laut Microsoft ein cloud-basierter Endpoint-Management-Dienst, der Geräte und Apps einer Organisation sichert und verwaltet, ohne dass eine eigene Infrastruktur nötig ist, und unterstützt Android, iOS/iPadOS, Linux, macOS, tvOS, visionOS und Windows. Jamf Pro beschreibt sich selbst als vollständige Verwaltung für Apple-Geräte und deckt gezielt Mac, iPhone, iPad und Apple TV ab. Google Workspace Endpoint Management ist Teil von Google Workspace und richtet sich primär an Android- und ChromeOS-Geräte, mit zusätzlicher, eingeschränkterer Unterstützung für iOS und Windows. Alle drei verwalten Geräte über eine zentrale Web-Konsole und lassen sich über eine öffentliche Programmierschnittstelle automatisieren, unterscheiden sich aber deutlich darin, wie tief sie in das jeweilige Betriebssystem eingreifen können.

MDM und MAM: Gerät verwalten oder nur die App absichern

Alle drei Lösungen unterscheiden zwischen der Verwaltung des ganzen Geräts (Mobile Device Management, MDM) und der Verwaltung nur der Firmen-Apps darauf (Mobile Application Management, MAM). Bei Intune lässt sich laut Microsoft-Dokumentation ein Firmengerät vollständig per MDM verwalten, während private Geräte im Bring-your-own-device-Modell nur über MAM geschützte Firmendaten in Apps wie Outlook oder Teams erhalten, ohne dass private Inhalte berührt werden. Google unterscheidet dafür zwischen einer automatisch aktiven Basic-Stufe mit Passwortanforderungen und grundlegendem Schutz, und einer zusätzlich einzuschaltenden Advanced-Stufe mit unter anderem Remote Device Wipe und iOS-App-Management. Für Unternehmen mit vielen privaten Geräten im Einsatz ist diese Trennung zwischen Geräte- und App-Verwaltung meist die entscheidende Weichenstellung, nicht die Plattformunterstützung allein.

Wie tief die Identitätsanbindung geht

Ein zentraler Unterschied liegt darin, wie eng die Geräteverwaltung mit der Identität verzahnt ist. Intune speichert laut Microsoft selbst keine Identitäten, sondern bezieht Authentifizierung, Gruppenzugehörigkeit und Conditional-Access-Signale vollständig aus Microsoft Entra ID: Der Konformitätsstatus eines Geräts fliesst direkt in Zugriffsentscheidungen ein. Jamf Pro kann ebenfalls an Entra ID oder andere Identitätsanbieter angebunden werden, bringt aber kein eigenes, gleichwertiges Identitätssystem mit. Google Workspace Endpoint Management ist entsprechend eng mit Google-Konten und der Google-Workspace-Verwaltung verbunden. Für ein Unternehmen, das bereits vollständig auf Microsoft 365 und Entra ID setzt, ist diese native Verzahnung bei Intune oft der praktischste Ausgangspunkt für eine Zero-Trust-Architektur.

Warum die Geräteflotte die Wahl bestimmt, nicht ein Ranking

Diese drei Lösungen konkurrieren nicht in jeder Situation direkt: Wer überwiegend Windows-Notebooks und Microsoft 365 einsetzt, profitiert von der engen Intune-Entra-Verzahnung. Wer eine reine oder überwiegende Apple-Flotte betreibt, findet in Jamf Pro tiefere, Apple-spezifische Funktionen, etwa Blueprints für deklaratives Geräte-Management. Wer stark auf Android-Tablets und Chromebooks setzt, ist mit Google Workspace Endpoint Management häufig am nächsten am jeweiligen Herstellerökosystem. Viele Unternehmen mit gemischter Flotte setzen deshalb mehr als eine Lösung parallel ein, statt sich auf eine einzige festzulegen. Eine belastbare Entscheidung beginnt deshalb mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme der vorhandenen Geräte und Betriebssysteme, nicht mit der Frage, welcher Anbieter gerade am bekanntesten ist.

Wie IT am Main unterstützt

ITM betreibt Endpoint-Management primär über Microsoft Intune für Windows-, macOS-, iOS- und Android-Geräte und wählt die konkrete Werkzeugkombination nach der vorhandenen Geräteflotte, nicht nach einem Standardpaket. Wir betreiben selbst eine Apple-Silicon-Flotte und verwalten macOS ebenso konsequent wie Windows, sodass wir beide Ökosysteme aus eigener Erfahrung beurteilen können. Details finden Sie unter Endpoint-Management.

Quellen

Im Vergleich

Daten im Überblick.

Microsoft Intune, Jamf Pro und Google Endpoint Management im Funktionsvergleich
MerkmalMicrosoft IntuneJamf ProGoogle Endpoint Management
PlattformschwerpunktAndroid, iOS/iPadOS, Linux, macOS, Windows, tvOS, visionOSMac, iPhone, iPad, Apple TVAndroid, ChromeOS, mit Einschränkungen iOS und Windows
BetriebsmodellVollständig cloud-basiert, keine eigene Infrastruktur nötigCloud- oder On-Premises-Betrieb möglichVollständig cloud-basiert als Teil von Google Workspace
Zero-Touch-OnboardingWindows Autopilot, Apple Automated Device Enrollment, Android EnterpriseZero-Touch-Deployment über Apple Automated Device EnrollmentZero-Touch über Android Enterprise und Chrome Enterprise Enrollment
IdentitätsanbindungEng mit Microsoft Entra ID verzahnt, inklusive Conditional AccessNutzt Entra ID oder andere Identitätsanbieter als externe QuelleEng mit Google-Konten und Google Workspace verzahnt
Geräte- und App-Trennung (BYOD)MDM für Firmengeräte, MAM für private Apps ohne volle GeräteverwaltungÜber App-Konfigurationsprofile, primär für Apple-Ökosystem gedachtBasic-Stufe ohne, Advanced-Stufe mit erweiterten BYOD-Funktionen
Remote-Sperre und -LöschungVollständiger oder selektiver Remote-WipeRemote-Security-Befehle ohne NutzerinteraktionRemote Device Wipe in der Advanced-Stufe
LizenzierungEigenständig oder über Microsoft-365-Pläne und Intune SuiteEigenständiges ProduktabonnementIn Google-Workspace-Editionen enthalten oder als Zusatz aktivierbar

FAQ

Häufige Fragen.

Welche Lösung ist die beste?

Das lässt sich neutral nicht pauschal beantworten. Für überwiegend Windows- und Microsoft-365-Umgebungen passt Intune am engsten, für reine Apple-Flotten bietet Jamf Pro mehr Tiefe, für Android- und ChromeOS-Schwerpunkte liegt Google Endpoint Management näher am Ökosystem.

Kann man Intune und Jamf Pro parallel einsetzen?

Ja, viele Unternehmen mit gemischter Geräteflotte betreiben mehrere Lösungen gleichzeitig, etwa Intune für Windows und Jamf Pro für eine grössere Mac-Flotte.

Was ist der Unterschied zwischen MDM und MAM?

MDM verwaltet das gesamte Gerät inklusive Einstellungen und Sicherheit, MAM verwaltet nur einzelne Firmen-Apps und ihre Daten, typisch für private Geräte im BYOD-Modell.

Braucht Intune eine eigene Infrastruktur?

Nein. Laut Microsoft läuft Intune vollständig cloud-basiert, ohne dass ein Unternehmen eigene Server dafür betreiben muss.

Ist Google Workspace Endpoint Management mit jeder Google-Workspace-Edition gleich leistungsfähig?

Nein. Die Basic-Stufe ist automatisch aktiv und bietet Grundschutz, die Advanced-Stufe mit unter anderem Remote-Wipe und iOS-App-Management muss zusätzlich aktiviert werden und ist an bestimmte Editionen gebunden.

Bereit?

IT, die liefert.

Lassen Sie uns in einem Erstgespräch herausfinden, wo Sie stehen und was es braucht.

Erstgespräch buchen