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IT am Main
Erstgespräch
Pr ITM Professional · Stufe 03

Das Zertifikat ist nicht das Projekt.

Es ist der Nebeneffekt eines Betriebs, der stimmt. Compliance und Zertifizierung — in den Alltag gebaut, nicht in den Ordner.

Kurz erklärt

ITM Professional bringt regulierte Unternehmen zur Zertifizierung (ISO 27001, ISO 9001/13485) und macht regulatorische Pflichten (NIS2, DORA, DSGVO/nDSG, EU AI Act) vom einmaligen Kraftakt zur belastbaren Routine. Der Unterschied zum klassischen Berater: ITM baut das Managementsystem in den echten Betrieb ein, sodass Nachweise nebenbei entstehen — kein PDF-Friedhof, kein Panik-Projekt sechs Wochen vor dem Audit. Der Einstieg ist das Compliance-Gap-Assessment: Festpreis, zwei bis drei Wochen, Ergebnis ist ein Readiness-Score je Norm plus priorisierter Massnahmenplan. Kein Folgezwang. ITM ist selbst seit Januar 2025 nach ISO 27001 und ISO 9001 zertifiziert — wir kennen beide Seiten des Audit-Tischs. Zertifiziert wird immer durch eine unabhängige Stelle, nie durch ITM selbst.

Professional ist Stufe 3 unseres Modells: Starter legt das sichere Fundament, Core schafft daraus Wert mit KI und Automatisierung — Professional macht das Ganze nachweisbar und führt zum Zertifikat. Die Stufe ist für Unternehmen gebaut, bei denen jemand ein Zertifikat oder einen Nachweis verlangt: ein Grosskunde im RFP, der Regulator (NIS2, DORA), ein Investor in der Due Diligence oder die eigene Branche (MedTech). Unser Ansatz unterscheidet sich bewusst vom Berater-Modell: Wir schreiben nicht Policies, die niemand liest — wir verankern die Anforderungen in den Prozessen, die Sie ohnehin fahren, sodass die Nachweise im Betrieb von selbst entstehen. Genau so haben wir es bei uns selbst gemacht.

Kommt Ihnen das bekannt vor?

Die meisten Compliance-Projekte scheitern nicht am Audit — sie scheitern vorher, leise, im Alltag. Die Muster sind immer dieselben:

  • Ein Grosskunde verlangt ISO 27001 im RFP — und der Deal hängt daran
  • Ein Excel-ISMS, das genau eine Person versteht (und die ist im Urlaub)
  • Der Berater-Ordner von 2023: vollständig, teuer, seitdem unberührt
  • „Sind wir überhaupt NIS2-betroffen?“ — niemand weiss es belastbar
  • Audit in acht Wochen, Panik jetzt
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Der klassische Weg zum Zertifikat funktioniert so: Ein Berater kommt, interviewt, schreibt drei Monate Dokumente, übergibt einen Ordner und geht. Das Unternehmen besteht das Audit — knapp — und ab dann altert der Ordner. Beim Überwachungsaudit ein Jahr später ist die Dokumentation von der Realität so weit entfernt, dass die Vorbereitung wieder zum Projekt wird. Der eigentliche Fehler liegt nicht in der Qualität der Dokumente, sondern im Modell: Ein Managementsystem, das neben dem Betrieb existiert statt in ihm, erzeugt permanente Doppelarbeit — und Doppelarbeit verliert im Tagesgeschäft immer.

Professional dreht das Modell um. Wir starten bei den Abläufen, die es wirklich gibt — Onboarding, Offboarding, Backup, Vorfälle, Änderungen, Lieferanten — und bauen die Nachweisführung dort ein, wo die Arbeit passiert. Ein Restore-Test, der ohnehin läuft, wird zum dokumentierten Control. Ein Offboarding, das ohnehin sauber ist (Starter!), wird zum Audit-Beleg. So entsteht ein System, das beim Audit nicht vorbereitet werden muss, weil es jeden Tag im Zustand „prüfbar“ ist. Das ist der Kern des Satzes, mit dem diese Seite beginnt: Das Zertifikat ist nicht das Projekt — es ist der Nebeneffekt eines Betriebs, der stimmt.

Regal voller alter, unberührter Aktenordner über einem aufgeräumten Schreibtisch mit einem einzelnen modernen Tablet — der klassische Berater-Ordner-Friedhof im Kontrast zum gelebten System

Für wen Professional gedacht ist — die fünf Trigger-Momente

Niemand wacht morgens auf und wünscht sich ein ISMS. Es gibt fünf konkrete Momente, in denen Professional relevant wird — und in jedem davon zählt Geschwindigkeit mit Substanz:

  • Ein Grosskunde oder eine Ausschreibung fordert ISO 27001 — der Umsatz hängt am Nachweis
  • NIS2 trifft Sie als „wichtige“ oder „besonders wichtige“ Einrichtung — oder als Zulieferer einer solchen
  • DORA gilt für Sie als Finanzunternehmen — oder Sie sind IKT-Dienstleister eines Finanzunternehmens
  • MedTech: ISO 13485 und MDR sind Marktzugangsvoraussetzung, kein Nice-to-have
  • M&A oder Investor-Due-Diligence: Der Reifegrad Ihrer IT und Compliance wird bewertet und bepreist
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Die fünf Trigger haben eine Gemeinsamkeit: Es geht nie um Compliance als Selbstzweck, sondern immer um einen Geschäftsvorfall — einen Deal, eine Pflicht, einen Marktzugang, eine Bewertung. Deshalb beginnt Professional nicht mit einer Normschulung, sondern mit der Frage: Was genau verlangt wer bis wann, und was passiert, wenn der Nachweis fehlt? Daraus ergibt sich der Scope — und der entscheidet über Aufwand und Dauer mehr als jede Norm.

Besonders unterschätzt wird die Zulieferer-Kaskade: NIS2 und DORA verpflichten die regulierten Unternehmen, ihre Dienstleister und Lieferkette zu kontrollieren. Das heisst: Auch wer selbst nicht unter die Regulierung fällt, bekommt die Anforderungen per Vertrag weitergereicht — als Fragebogen, als Auditklausel, als Kündigungsrecht. Wer dann einen belastbaren Nachweis hat, verkauft weiter; wer improvisiert, fliegt aus der Lieferantenliste. Für den M&A-Fall gilt dasselbe in Zahlen: Ein dokumentierter, zertifizierter Betrieb reduziert Due-Diligence-Abschläge messbar — unser NexTera Copilot macht genau diese Reifegrad-Bewertung zum Produkt.

Heller Besprechungsraum einer Finanzkanzlei mit Stadtblick — sinnbildlich für die regulierten Unternehmen, bei denen Kunde, Regulator oder Investor einen Nachweis verlangen

Der Weg: Verstehen → Ordnen → Verankern → Übernehmen

Professional folgt derselben Vier-Stufen-Treppe wie alles bei ITM — vom Verstehen bis zum laufenden Betrieb. Keine Phase wird übersprungen, keine dauert länger als nötig:

  • Verstehen — das Gap-Assessment: Scope klären, Risiken erfassen, Reifegrad je Anforderung messen
  • Ordnen — SoA und Risikobehandlung festlegen, Policies schreiben, die zu Ihrer Firma passen (nicht umgekehrt)
  • Verankern — jedes Control in den echten Prozess einbauen, sodass der Nachweis bei der Arbeit entsteht
  • Übernehmen — ISMS-Betrieb als Mandat: interne Audits, Management-Review, KVP, Begleitung der Überwachungsaudits
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„Verstehen“ ist bewusst mehr als eine Bestandsaufnahme: Das Gap-Assessment misst je Anforderung, wie weit Sie wirklich sind — nicht auf Papier, sondern im Betrieb. Ein Backup existiert? Gut. Wurde der Restore in den letzten zwölf Monaten nachweisbar getestet? Das ist die Frage, die der Auditor stellt, und deshalb stellen wir sie zuerst.

„Ordnen“ ist die Phase, in der die meisten Beratungsprojekte zu viel produzieren. Unser Massstab: Jede Policy muss von der Person, die danach arbeiten soll, in fünf Minuten verstanden werden — sonst ist sie Deko. Die Statement of Applicability (SoA) begründet ehrlich, was für Sie gilt und was nicht; ein Zehn-Personen-Vermögensverwalter braucht andere Controls als ein Rechenzentrum.

„Verankern“ ist unser eigentliches Handwerk und der Grund, warum die Verbindung zu Starter so viel wert ist: Wer seinen Betrieb bei uns hat, dessen Controls sind zur Hälfte schon implementiert — MFA, Verschlüsselung, Zugriffsmatrix, Offboarding, Restore-Tests laufen ja bereits. Wir ergänzen die Nachweisführung und die fehlenden organisatorischen Controls, statt bei null zu beginnen.

„Übernehmen“ unterscheidet uns am deutlichsten vom klassischen Modell: Nach dem Zertifikat bleibt das System bei uns im Betrieb — interne Audits, Management-Reviews, Kennzahlen, KVP und die jährlichen Überwachungsaudits laufen als Mandat weiter. Das ist die ehrliche Erklärung, warum Professional auf der Preisseite „mandats-/retainerbasiert“ heisst.

Ruhige Galeriewand mit präzise gerahmten Dokumenten, ein ITM-Mitarbeiter richtet einen Rahmen — Sinnbild für Nachweise, die sichtbar und geordnet im Betrieb verankert sind

Der Einstieg: das Compliance-Gap-Assessment

Kein Grossprojekt auf Verdacht: Der Einstieg in Professional ist ein kompaktes Gap-Assessment zum Festpreis — das Pendant zur KI-Potenzialanalyse in Core. In zwei bis drei Wochen wissen Sie, wo Sie stehen und was der Weg zum Zertifikat kostet.

  • Festpreis, zwei bis drei Wochen, kein Abo und kein Folgezwang
  • Ergebnis: Readiness-Score je Norm + priorisierter Massnahmenplan + Aufwandsschätzung bis zum Zertifikat
  • Geprüft wird der Betrieb, nicht der Papierstand — inklusive Stichproben statt Selbstauskunft
  • Direkt umsetzbar: mit ITM, mit Ihrem Team oder mit einem anderen Partner
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Die Leiter davor und danach ist bewusst gebaut: Ganz oben steht der kostenlose Compliance-Readiness-Selbstcheck auf dieser Website — zwanzig Fragen, sofortiges Ergebnis, ehrliche Ersteinschätzung ohne Registrierung. Wer danach Klarheit mit Substanz will, bucht das Gap-Assessment als bezahltes Produkt mit klarem Umfang. Und wer den Weg dann gehen will, macht daraus das Professional-Mandat. Jede Stufe steht für sich; keine verpflichtet zur nächsten.

Das Assessment selbst folgt einem festen Raster: Zuerst der Scope (welche Standorte, Systeme, Prozesse, Normen), dann je Anforderung eine Bewertung auf einer Fünfer-Skala — von „nicht vorhanden“ bis „gelebt und nachgewiesen“. Entscheidend ist die dritte Spalte: der konkrete Weg von Ist zu Soll, priorisiert nach Risiko und Aufwand. Sie bekommen keine hundert Seiten Prosa, sondern eine Arbeitsgrundlage, mit der ein Management-Team in einer Sitzung entscheiden kann: Machen wir es, bis wann, mit wem, für wie viel.

Blick über die Schulter auf ein aufgeräumtes Dashboard — das Gap-Assessment liefert einen Readiness-Score je Norm statt eines hundertseitigen Berichts

Selbst zertifiziert — wir kennen beide Seiten des Audit-Tischs

ITM ist seit Januar 2025 selbst nach ISO 27001 und ISO 9001 zertifiziert — wir haben Stage-1, Stage-2 und das erste Überwachungsaudit selbst durchlaufen, mit denselben Werkzeugen, die wir Ihnen empfehlen. Wir wissen, was der Auditor wirklich sehen will, weil er es bei uns sehen wollte.

  • Beide Verfahren selbst bestanden — kein Beratungswissen aus zweiter Hand
  • Unser eigenes ISMS läuft auf denselben Werkzeugen, die wir bei Kunden einsetzen
  • Ehrlichkeits-Marker: ITM zertifiziert nicht selbst — das Audit macht immer eine unabhängige Zertifizierungsstelle
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Was uns das eigene Verfahren gelehrt hat, in drei ehrlichen Beobachtungen: Erstens — der Auditor liest die Policies quer, aber die Nachweise genau. Eine schöne Leitlinie beeindruckt niemanden; ein lückenloses Offboarding-Protokoll der letzten zwölf Monate schon. Zweitens — die schwierigsten Wochen sind nicht vor dem Audit, sondern die Monate zwei bis sechs nach dem Start, wenn das System vom Projekt zur Gewohnheit werden muss. Genau dort scheitern Selbstbau-Versuche. Drittens — das Management-Review ist kein Formalakt: Wenn die Geschäftsführung die Kennzahlen nicht versteht, merkt der Auditor das in fünf Minuten.

Und der wichtigste Punkt, offen ausgesprochen: Beratung und Zertifizierung sind aus gutem Grund getrennt. ITM baut und betreibt Ihr Managementsystem — geprüft und zertifiziert wird es von einer unabhängigen, akkreditierten Zertifizierungsstelle, die Sie selbst beauftragen. Wir bereiten Sie auf diese Prüfung vor und sitzen im Audit an Ihrer Seite, aber wir stellen das Zertifikat nicht aus. Jeder Anbieter, der Ihnen „Zertifizierung aus einer Hand“ verspricht, verkauft Ihnen einen Interessenkonflikt.

Zwei gerahmte Zertifikate mit geprägtem Siegel an einer warmweissen Wand über einem Eichen-Sideboard — ITMs eigene ISO-27001- und ISO-9001-Zertifizierung

Norm für Norm: was gilt — und was wir liefern

Professional deckt die Normen und Regulierungen ab, die den DACH-Mittelstand tatsächlich treffen — jede mit klarem Betroffenheits-Check und konkretem Leistungsschnitt:

  • ISO 27001 — der internationale Standard für Informationssicherheit: ISMS aufbauen, zertifizieren, betreiben
  • ISO 9001 / 13485 — Qualitätsmanagement, für MedTech als 13485 mit MDR-Bezug
  • NIS2 — EU-Cybersicherheitspflichten für „wichtige“ Einrichtungen inkl. Meldepflichten und Haftung der Leitung
  • DORA — digitale Resilienz für Finanzunternehmen und deren IKT-Dienstleister
  • DSGVO / nDSG — Datenschutz mit Substanz: VVT, TOMs, AVVs, auf Wunsch externer DSB
  • EU AI Act / ISO 42001 — KI-Governance, direkt verzahnt mit Core: jeder KI-Use-Case ab Tag 1 dokumentiert
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Die Normen zahlen stärker aufeinander ein, als ihre Namen vermuten lassen — und genau das ist der Effizienzhebel. Wer ISO 27001 sauber betreibt, hat für NIS2 den Grossteil der technischen und organisatorischen Massnahmen bereits stehen; die Lücke sind vor allem die Meldeprozesse (24 Stunden Frühwarnung, 72 Stunden Folgemeldung) und die ausdrückliche Verantwortung der Leitungsebene. DORA wiederum überschneidet sich mit beiden, verlangt aber zusätzlich Resilienz-Tests und ein strenges Management der IKT-Drittdienstleister — wovon Sie betroffen sein können, ohne selbst eine Bank zu sein. Und der EU AI Act macht aus KI-Governance eine Pflicht mit Fristen: Wer KI im Unternehmen einsetzt, braucht ein Register der Anwendungsfälle, Risikoklassifizierung und menschliche Aufsicht — Anforderungen, die wir in Core von Anfang an mitbauen, sodass Professional sie nur noch formalisieren muss.

Unser Leistungsschnitt je Norm ist immer derselbe Dreiklang: Betroffenheit klären (gilt das für Sie — belastbar, nicht gefühlt), Lücke schliessen (Massnahmen im Betrieb verankern) und Nachweis führen (auditfest, laufend, ohne Sonderaufwand). Die Einzelheiten stehen auf den jeweiligen Leistungsseiten, verlinkt am Ende dieser Seite.

MedTech-Reinraum in warmem Licht — für Medizintechnik sind ISO 13485 und MDR Marktzugangsvoraussetzung, kein freiwilliges Gütesiegel

Der Systemvorteil: Betrieb und Compliance aus einer Hand

Wer IT-Betrieb und Compliance an zwei verschiedene Anbieter vergibt, bezahlt die Schnittstelle doppelt: Der Berater fordert Nachweise an, die der IT-Dienstleister erst suchen muss. Bei ITM ist es ein System.

  • Starter liefert das halbe ISMS frei Haus: Asset-Inventar, Zugriffsmatrix, MFA, Verschlüsselung, dokumentierte Restore-Tests
  • Core liefert KI, die ab Tag 1 AI-Act-tauglich dokumentiert ist — kein Governance-Nachrüstprojekt
  • Ein Ansprechpartner, eine Dokumentation, keine Übersetzungsverluste zwischen „IT“ und „Compliance“
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Konkret heisst das: Wenn der Auditor die Zugriffskontrolle prüfen will, öffnen wir die gelebte Zugriffsmatrix aus dem Betrieb — nicht ein Dokument, das Sie für das Audit nachgezeichnet haben. Wenn er den Umgang mit Vorfällen sehen will, zeigen wir das echte Ticket samt Zeitstempeln. Diese Deckungsgleichheit von Betrieb und Nachweis ist der Grund, warum unsere Audits ruhig verlaufen: Es gibt keine zwei Wahrheiten, die auseinanderlaufen könnten.

Der Vorteil rechnet sich auch rückwärts: Professional-Kunden, die ihren Betrieb noch woanders haben, stossen im Gap-Assessment regelmässig auf dieselben Grundlagenlücken — unklare Identitäten, ungetestete Backups, fehlendes Offboarding. Diese Lücken sind Starter-Leistungen. Sie können sie mit Ihrem bestehenden Dienstleister schliessen (der Massnahmenplan ist anbieterneutral formuliert) — oder den Betrieb gleich mit zu ITM nehmen und die Schnittstelle abschaffen. Beides ist ein gangbarer Weg; wir sagen ehrlich, welcher für Ihre Grösse der wirtschaftlichere ist.

Eichenholz und gebürsteter Stahl präzise gefügt — Sinnbild für Betrieb und Compliance, die als ein System gebaut sind statt als zwei getrennte Gewerke

Nach dem Zertifikat: der Jahreszyklus

Das Zertifikat ist drei Jahre gültig — aber nur, wenn das System lebt. Jedes Jahr kommt das Überwachungsaudit, nach drei Jahren die Rezertifizierung. Professional als Mandat hält Sie dauerhaft im Zustand „prüfbar“:

  • Interne Audits nach Plan — wir prüfen, bevor es der Auditor tut
  • Management-Review mit Kennzahlen, die die Geschäftsführung versteht
  • KVP: Abweichungen und Vorfälle fliessen ins System zurück, statt zu versanden
  • Überwachungsaudit und Rezertifizierung als Routine — ohne Sonderprojekt, ohne Panik
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Der Jahreszyklus ist auch die ehrliche Antwort auf die Preisfrage: Professional ist auf der Preisseite bewusst „mandats-/retainerbasiert“ ausgewiesen, weil ein Managementsystem laufende Arbeit ist — planbar, aber nicht null. Das Mandat umfasst typischerweise die internen Audits, die Pflege von Risikoregister und SoA, das jährliche Management-Review, die Begleitung des Überwachungsaudits und ein festes Kontingent für Änderungen (neue Systeme, neue Lieferanten, neue Anforderungen). Was es nicht umfasst, sagen wir genauso klar: die Gebühren der Zertifizierungsstelle — die beauftragen Sie direkt und unabhängig.

Für Unternehmen, die den Betrieb des Systems lieber selbst übernehmen wollen, bauen wir die Übergabe strukturiert: Rollen benennen, interne Auditoren schulen, Werkzeuge übergeben. Auch das ist ein legitimer Weg — er braucht nur eine ehrliche Antwort auf die Frage, wer die Arbeit ab Monat vier wirklich macht.

Ruhiger, warm beleuchteter Flur — nach dem Zertifikat beginnt der Jahreszyklus aus internen Audits, Management-Review und Überwachungsaudits
Die Normen-Matrix: Wer ist betroffen, was droht, wie lange dauert es. Dauer-Angaben sind typische Erfahrungswerte bei solider Ausgangslage — belastbar wird die Zahl im Gap-Assessment.
Norm / RegulierungWer betroffen istDruck / FristTypische Dauer bis Nachweis
ISO 27001Jedes Unternehmen, dem Kunden oder Ausschreibungen den Nachweis abverlangenVertraglich: ohne Zertifikat kein Deal6–12 Monate bis Stage-2
ISO 9001 / 13485Qualitätsorientierte Betriebe; MedTech zwingend (Marktzugang, MDR)Marktzugang, Kundenaudits6–12 Monate
NIS2„Wichtige“ und „besonders wichtige“ Einrichtungen nach Sektor + Grösse — und deren Zulieferer per VertragGesetzlich; persönliche Haftung der Leitung, Meldepflichten 24 h/72 h3–9 Monate bis Konformität
DORAFinanzunternehmen und deren IKT-DrittdienstleisterGesetzlich, seit Januar 2025 anwendbar3–9 Monate
DSGVO / nDSGPraktisch jedes Unternehmen mit Personendaten (EU/CH)Gesetzlich; Bussgelder, AuskunftsersuchenGrundgerüst 2–3 Monate
EU AI Act / ISO 42001Unternehmen, die KI einsetzen oder anbieten — gestaffelt nach RisikoklasseGesetzlich, Pflichten treten gestaffelt in KraftGovernance-Gerüst 2–4 Monate
NIS2-Betroffenheits-Schnellcheck: Sektor × Grösse. Wer in einem gelisteten Sektor arbeitet UND eine Schwelle reisst, ist in der Regel betroffen — die belastbare Prüfung übernimmt das Gap-Assessment.
FrageWenn ja …
Arbeiten Sie in einem NIS2-Sektor? (u. a. Energie, Transport, Banken, Gesundheit, Wasser, digitale Infrastruktur, IT-Dienste, Post, Abfall, Chemie, Lebensmittel, verarbeitendes Gewerbe/MedTech, digitale Dienste, Forschung)Weiter zu Frage 2
Mindestens 50 Mitarbeitende ODER über 10 Mio. € Jahresumsatz?Sehr wahrscheinlich direkt betroffen („wichtige Einrichtung“, ab 250 MA/50 Mio. € ggf. „besonders wichtig“)
Unter den Schwellen, aber Zulieferer/Dienstleister eines betroffenen Unternehmens?Indirekt betroffen: Anforderungen kommen per Vertrag und Lieferantenaudit
Kritische Dienste (z. B. DNS, Vertrauensdienste)?Betroffen unabhängig von der Grösse
Drei Wege zum Zertifikat im ehrlichen Vergleich — Selbstbau, klassischer Berater, ITM-Betreibermodell.
SelbstbauKlassischer BeraterITM Professional
Wer macht die Arbeit?Sie — neben dem TagesgeschäftBerater schreibt, Sie sollen lebenITM baut ins Tagesgeschäft ein und betreibt mit
DokumentationWächst wild oder gar nichtVollständig am Tag der Übergabe, altert danachEntsteht im Betrieb, bleibt aktuell
Audit-VorbereitungPanik-ProjektNachbuchung des BeratersZustand „prüfbar“ ist der Normalzustand
Nach dem ZertifikatSystem schläft einOrdner schläft einJahreszyklus läuft als Mandat weiter
Ehrliches RisikoScheitert meist in Monat 2–6 an der ZeitZwei Wahrheiten: Papier vs. RealitätBindung an einen Partner — deshalb: dokumentiert, übergabefähig, anbieterneutral formuliert
Was in welcher Phase entsteht — die Deliverables je Stufe der Vier-Stufen-Treppe.
PhaseWas entstehtIhr Aufwand
1 · Verstehen (Gap-Assessment)Scope-Definition, Readiness-Score je Norm, priorisierter Massnahmenplan, Aufwandsschätzung2–3 Interviews, Zugang zu Stichproben
2 · OrdnenRisikoregister, SoA, Policies im Umfang, den Ihre Grösse rechtfertigt, RollenmodellReview + Entscheidungen, ca. 2–4 h/Woche
3 · VerankernControls in den echten Prozessen, Nachweisführung eingebaut, Awareness-GrundschulungMitwirkung der Prozess-Owner
4 · Übernehmen (Mandat)Interne Audits, Management-Review, KVP, Audit-Begleitung, gepflegtes RisikoregisterManagement-Review 2×/Jahr, Ansprechpartner je Thema
Was Sie bekommen

Konkret im Paket.

  • Compliance-Gap-Assessment: Readiness-Score je Norm, Massnahmenplan, Aufwandsschätzung — zum Festpreis
  • ISO 27001: ISMS aufbauen, zur Zertifizierung führen, im Mandat betreiben
  • ISO 9001 / 13485: Qualitätsmanagement, auch für MedTech mit MDR-Bezug
  • NIS2 & DORA: Betroffenheit klären, Pflichten umsetzen, Meldeprozesse aufbauen
  • Datenschutz: nDSG- und DSGVO-Compliance mit Substanz — VVT, TOMs, AVVs, externer DSB
  • AI-Governance: KI-Register, Risikoklassifizierung, EU-AI-Act- und ISO-42001-Konformität
  • Audit-Begleitung: interne Audits, Stage-1/Stage-2-Vorbereitung, an Ihrer Seite im Audit
  • ISMS-Betrieb als Mandat: Management-Review, KVP, Überwachungsaudits als Routine
  • Security Operations: SIEM, Monitoring, Incident Response — die technische Nachweisbasis
Glossar

Begriffe in Klartext.

ISMS (Informationssicherheits-Managementsystem)
Der vollständige Regelkreis aus Leitlinie, Risikomanagement, Massnahmen, Nachweisen und Audits nach ISO/IEC 27001 — das „Betriebssystem“ der Informationssicherheit eines Unternehmens.
Scope (Geltungsbereich)
Die Festlegung, welche Standorte, Systeme, Prozesse und Teams das Managementsystem umfasst. Der Scope entscheidet über Aufwand und Kosten mehr als jede andere Grösse — und wird deshalb im Gap-Assessment zuerst geklärt.
SoA (Statement of Applicability)
Die Erklärung zur Anwendbarkeit: das zentrale ISO-27001-Dokument, das für jedes Control aus Annex A begründet, ob und wie es umgesetzt wird — oder warum es nicht anwendbar ist.
Annex-A-Control
Eine der 93 Referenzmassnahmen aus Anhang A der ISO/IEC 27001:2022 — von Zugriffskontrolle über Kryptografie bis Lieferantenmanagement. Welche gelten, legt die SoA fest.
Gap-Assessment
Die strukturierte Ist-Analyse gegen eine Norm: Je Anforderung wird der Reifegrad gemessen und die Lücke (Gap) zum Soll beschrieben — inklusive priorisiertem Massnahmenplan. Bei ITM das Festpreis-Einstiegsprodukt in Professional.
Risikobehandlung
Die dokumentierte Entscheidung je Risiko: vermeiden, vermindern, übertragen (z. B. versichern) oder bewusst akzeptieren. Der Auditor prüft nicht, ob Sie Risiken haben — sondern ob Sie nachweislich entschieden haben.
TOM (technische und organisatorische Massnahmen)
Der Datenschutz-Begriff für alle Schutzmassnahmen — von Verschlüsselung (technisch) bis Vier-Augen-Prinzip (organisatorisch). Pflichtbestandteil jeder DSGVO/nDSG-Dokumentation.
VVT (Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten)
Das Pflichtverzeichnis aller Prozesse, in denen Personendaten verarbeitet werden — die Landkarte des Datenschutzes im Unternehmen.
AVV (Auftragsverarbeitungsvertrag)
Der Vertrag, der geregelt, wie ein Dienstleister Personendaten im Auftrag verarbeitet. Ohne AVV ist die Weitergabe an Dienstleister in der Regel rechtswidrig.
Internes Audit
Die selbst beauftragte Prüfung des eigenen Managementsystems — Pflicht in jedem Zertifizierungszyklus. Wer intern sauber auditiert, erlebt im externen Audit keine Überraschungen.
Stage-1- / Stage-2-Audit
Die zwei Teile des Erst-Zertifizierungsaudits: Stage-1 prüft die Dokumentation und Audit-Reife, Stage-2 die gelebte Umsetzung vor Ort. Erst nach bestandenem Stage-2 gibt es das Zertifikat.
Überwachungsaudit
Das jährliche Audit zwischen den Zertifizierungen. Kürzer als Stage-2, aber mit vollem Recht, Abweichungen festzustellen — der Grund, warum das System nach dem Zertifikat weiterleben muss.
Rezertifizierung
Das vollständige Audit nach drei Jahren, mit dem das Zertifikat erneuert wird. Für ein gelebtes System Routine, für einen gealterten Ordner ein neues Projekt.
Abweichung (Major / Minor)
Ein Audit-Befund: Eine Minor-Abweichung ist ein Einzelfehler mit Korrekturfrist, eine Major-Abweichung ein Systemversagen — sie kann das Zertifikat verhindern oder aussetzen.
Managementbewertung (Management-Review)
Die dokumentierte, regelmässige Bewertung des Systems durch die Geschäftsleitung anhand von Kennzahlen. Kein Formalakt: Der Auditor prüft, ob die Leitung ihr System wirklich kennt und steuert.
KVP (kontinuierlicher Verbesserungsprozess)
Der Mechanismus, mit dem Abweichungen, Vorfälle und Ideen systematisch zu Verbesserungen werden — das Herzstück jeder ISO-Managementnorm.
NIS2-Meldepflicht (24 h / 72 h)
Die gesetzlichen Fristen bei erheblichen Sicherheitsvorfällen: Frühwarnung an die Behörde binnen 24 Stunden, ausführliche Meldung binnen 72 Stunden. Ohne vorbereiteten Meldeprozess nicht einzuhalten.
IKT-Drittdienstleister (DORA)
Jeder externe Anbieter von IT-Diensten für ein Finanzunternehmen — vom Cloud-Provider bis zum IT-Dienstleister. DORA zwingt Finanzunternehmen, diese Dienstleister vertraglich und faktisch zu kontrollieren.
Konformitätsbewertung
Das formale Verfahren, mit dem geprüft wird, ob ein Produkt oder System gesetzliche Anforderungen erfüllt — bei MedTech (MDR) und im EU AI Act der Weg zur Marktzulassung.
Zertifizierungsstelle (akkreditiert)
Die unabhängige, staatlich akkreditierte Organisation, die Audits durchführt und Zertifikate ausstellt. Sie beauftragen sie direkt — ITM bereitet vor und begleitet, zertifiziert aber grundsätzlich nicht selbst.
FAQ

Häufige Fragen.

Wie lange dauert es bis zum ISO-27001-Zertifikat?

Bei solider Ausgangslage typischerweise sechs bis zwölf Monate vom Start bis zum bestandenen Stage-2-Audit. Die grössten Treiber sind Scope, Reifegrad der bestehenden IT und die Verfügbarkeit Ihrer Entscheider. Wer seinen Betrieb bereits sauber dokumentiert fährt (etwa mit ITM Starter), ist deutlich schneller — das halbe ISMS existiert dann schon. Eine belastbare Zahl für Ihr Unternehmen liefert das Gap-Assessment.

Was kostet der Weg zum Zertifikat?

Ehrliche Antwort: Es hängt an drei Treibern — Scope (wie viel Unternehmen ist im Geltungsbereich), Reifegrad (wie viel existiert schon) und Anzahl der Normen. Deshalb starten wir mit dem Gap-Assessment zum Festpreis: Danach kennen Sie die Aufwandsschätzung für Ihren konkreten Fall, bevor Sie sich festlegen. Dazu kommen die Gebühren der Zertifizierungsstelle, die Sie direkt beauftragen. Pauschalpreise ins Blaue nennen wir nicht — die wären entweder zu hoch gegriffen oder unehrlich.

Sind wir überhaupt NIS2-betroffen?

Die Kurzformel: Wer in einem der NIS2-Sektoren arbeitet (u. a. Gesundheit, Finanzen, IT-Dienste, verarbeitendes Gewerbe, digitale Dienste) und mindestens 50 Mitarbeitende oder über 10 Mio. € Umsatz hat, ist in der Regel direkt betroffen. Wichtig: Auch kleinere Unternehmen bekommen NIS2 als Zulieferer betroffener Firmen per Vertrag weitergereicht. Die belastbare Prüfung Ihres Einzelfalls gehört zum Gap-Assessment — oder als Ersteinschätzung zum kostenlosen Selbstcheck.

Gilt DORA auch für uns als IT-Dienstleister?

Sehr wahrscheinlich ja, wenn Sie Finanzunternehmen als Kunden haben. DORA verpflichtet nicht nur Banken, Versicherer und Vermögensverwalter, sondern zwingt sie, ihre IKT-Drittdienstleister vertraglich und faktisch zu kontrollieren — mit Auditrechten, Ausstiegsstrategien und Vorfallmeldewegen. Als Dienstleister brauchen Sie belastbare Nachweise, sonst werden Sie zum Vertragsrisiko Ihres Kunden.

Geht das ohne eigenes IT-Team?

Ja — genau dafür ist das Betreibermodell gebaut. ITM übernimmt Aufbau und laufenden Betrieb des Managementsystems; auf Ihrer Seite braucht es Entscheider (Management-Review, Risikoentscheidungen) und Prozess-Owner, die ihre Abläufe kennen. Was es nicht braucht: eine eigene IT- oder Compliance-Abteilung. Die Arbeit ab Monat vier — an der Selbstbau-Projekte scheitern — liegt bei uns.

Was passiert, wenn wir durchs Audit fallen?

Zunächst: Das Audit ist kein Alles-oder-nichts. Minor-Abweichungen sind normal und werden mit Korrekturfrist behoben. Eine Major-Abweichung — also ein Systemversagen — verhindern wir durch die internen Audits vorher: Wir prüfen Sie härter, als der Auditor es tut. In unseren Mandaten gilt: Wenn wir sagen, Sie sind Stage-2-bereit, dann sind Sie es. Fällt ein Audit dennoch durch, tragen wir die Nacharbeit im vereinbarten Rahmen mit.

Excel oder Tool — womit betreibt man ein ISMS?

Ein ISMS scheitert selten am Werkzeug und oft an der Pflege. Excel funktioniert bis etwa zur ersten Rezertifizierung — dann wird die Nachweisführung von Hand zur Fehlerquelle. Wir setzen auf schlanke, spezialisierte Werkzeuge für Risikoregister, Massnahmen und Nachweise und betreiben unser eigenes ISMS mit denselben Tools, die wir Ihnen einrichten. Entscheidend ist: Das Werkzeug muss zur Firmengrösse passen, nicht zum Prospekt des Herstellers.

Zertifiziert ITM uns selbst?

Nein — bewusst und grundsätzlich nicht. Zertifikate stellt ausschliesslich eine unabhängige, akkreditierte Zertifizierungsstelle aus, die Sie direkt beauftragen. ITM baut Ihr System, bereitet Sie vor und sitzt im Audit an Ihrer Seite — aber Beratung und Zertifizierung müssen getrennt bleiben, sonst ist das Zertifikat nichts wert. Anbieter, die beides aus einer Hand versprechen, verkaufen einen Interessenkonflikt.

Wir haben schon ein QM-System — lässt sich das integrieren?

Ja, und das ist der Normalfall bei MedTech- und Fertigungsbetrieben. Die ISO-Managementnormen teilen sich die gleiche Grundstruktur (High Level Structure): Kontext, Führung, Planung, Betrieb, Bewertung, Verbesserung. Ein bestehendes 9001- oder 13485-System wird zum integrierten Managementsystem erweitert statt daneben ein zweites zu bauen — ein Management-Review, ein Auditprogramm, eine Dokumentenlenkung.

Brauchen wir einen externen Datenschutzbeauftragten?

Kommt auf Grösse und Datenlage an: In Deutschland ist ein DSB ab 20 Personen mit regelmässiger Datenverarbeitung Pflicht, bei sensiblen Daten (Gesundheit, Finanzen) oft unabhängig davon. Ein externer DSB ist für den Mittelstand meist wirtschaftlicher als ein interner — keine Schulungskosten, keine Interessenkonflikte, klare Haftung. ITM stellt den externen DSB auf Wunsch im Rahmen von Professional.

Was bringt uns das Zertifikat kommerziell?

Drei messbare Effekte: Sie kommen durch RFP-Filter, die ohne ISO 27001 aussortieren (immer häufiger Standard bei Konzernen und öffentlicher Hand). Sie verkürzen Sicherheits-Fragebögen von Wochen auf einen Anhang. Und Sie verbessern Ihre Position in Verhandlungen mit Versicherern (Cyber-Police) und Investoren (Due Diligence). Das Zertifikat ist ein Vertriebswerkzeug — deshalb hängt es so oft am konkreten Deal.

Reicht nicht „ISO-angelehnt“ ohne Zertifikat?

Manchmal ja — und dann sagen wir das. Wer keine Kunden- oder Regulierungsanforderung hat, fährt mit einem sauber betriebenen, ISO-orientierten Betrieb (Starter-Niveau) oft gut und spart die Auditkosten. Die Grenze: Sobald ein RFP, ein Grosskunde oder NIS2/DORA den formalen Nachweis verlangt, zählt „angelehnt“ nichts. Das Gap-Assessment beantwortet auch diese Frage ehrlich: Brauchen Sie das Zertifikat — oder nur die Substanz dahinter?

Wie viel Aufwand bleibt bei uns hängen?

Ehrlich beziffert: In der Aufbauphase zwei bis vier Stunden pro Woche für Reviews und Entscheidungen, dazu die Mitwirkung der Prozess-Owner beim Verankern ihrer Abläufe. Im laufenden Mandat: zwei Management-Reviews pro Jahr, Ansprechbarkeit bei internen Audits und Vorfällen. Was wir nicht wegnehmen können: Entscheidungen. Was wir vollständig übernehmen: die Systemarbeit dahinter.

Wie hängen ISO 27001 und NIS2 zusammen?

Sehr eng — eins zahlt aufs andere ein. Wer ein gelebtes ISO-27001-ISMS betreibt, erfüllt den Grossteil der NIS2-Anforderungen an Risikomanagement und technische Massnahmen bereits. Die NIS2-spezifischen Lücken sind vor allem die Meldeprozesse (24 h/72 h), die Pflichten der Leitungsebene und die Lieferkettenkontrolle. Deshalb bauen wir beides als ein System: ein Risikoregister, ein Massnahmenplan, zwei Nachweisziele.

Wir setzen KI ein — brauchen wir ISO 42001?

Sie brauchen zuerst KI-Governance: ein Register Ihrer KI-Anwendungsfälle, Risikoklassifizierung nach EU AI Act, menschliche Aufsicht und Dokumentation. ISO 42001 ist der Management-Standard, der das systematisiert — sinnvoll, wenn KI geschäftskritisch wird oder Kunden den Nachweis verlangen. Wer KI mit ITM Core einführt, hat die Governance-Dokumentation ab Tag 1 mitgebaut; Professional formalisiert sie dann bis zur Zertifizierungsreife.

Können wir mit einem bestehenden IT-Dienstleister zu Ihnen in die Compliance?

Ja. Der Massnahmenplan aus dem Gap-Assessment ist anbieterneutral formuliert — Ihr bestehender Dienstleister kann die technischen Lücken schliessen, wir bauen und betreiben das Managementsystem darüber. Die Schnittstelle kostet etwas Reibung (zwei Ansprechpartner, zwei Dokumentationen), funktioniert aber. Wirtschaftlicher ist meist das eine System aus einer Hand — das rechnen wir Ihnen transparent vor, entscheiden tun Sie.

Was ist der Unterschied zwischen Gap-Assessment und dem kostenlosen Selbstcheck?

Der Selbstcheck auf dieser Website ist eine Selbstauskunft: 20 Fragen, sofortiges Ergebnis, ehrliche Ersteinschätzung — kostenlos und ohne Registrierung. Das Gap-Assessment ist eine Fremdprüfung mit Substanz: Wir prüfen den tatsächlichen Betrieb inklusive Stichproben, bewerten jede Anforderung auf einer Fünfer-Skala und liefern Massnahmenplan plus Aufwandsschätzung zum Festpreis. Der Selbstcheck sagt Ihnen, ob Sie ein Thema haben; das Assessment sagt Ihnen, was es kostet, es zu lösen.

Muss die Geschäftsführung mitmachen?

Ja, und das ist keine Formalie: Jede ISO-Managementnorm verlangt nachweisbares Commitment der Leitung, NIS2 macht die Leitungsorgane sogar persönlich haftbar für die Umsetzung. Konkret heisst das: Risikoentscheidungen treffen, am Management-Review teilnehmen, Ressourcen freigeben. Wir bereiten das so auf, dass es Führungsarbeit ist statt Papierkrieg — Kennzahlen, Entscheidungsvorlagen, klare Fragen.

Was prüft der Auditor wirklich?

Aus eigener Erfahrung (wir sind selbst durch Stage-1, Stage-2 und Überwachungsaudit gegangen): Policies werden quergelesen, Nachweise genau. Der Auditor will sehen, dass das System lebt — lückenlose Offboarding-Protokolle, dokumentierte Restore-Tests, ein Risikoregister mit Änderungshistorie, ein Management-Review mit echten Entscheidungen. Die häufigsten Befunde sind nicht fehlende Dokumente, sondern tote: beschrieben, aber nicht gelebt.

Übernehmen Sie auch nur die Audit-Begleitung, ohne Aufbau?

Ja. Wenn Ihr System steht und Sie nur vor dem Audit Sicherheit wollen, machen wir ein verdichtetes internes Audit mit Massnahmenliste und begleiten Sie durch Stage-1 und Stage-2. Ehrliche Einschränkung: Finden wir strukturelle Lücken, sagen wir das klar — eine Audit-Begleitung kann ein fehlendes System nicht sechs Wochen vor dem Termin ersetzen.

Wie läuft die Zusammenarbeit mit der Zertifizierungsstelle?

Sie wählen und beauftragen die akkreditierte Zertifizierungsstelle selbst — wir beraten bei der Auswahl (Branchenerfahrung, Auditsprache, Terminlage), bereiten alle angeforderten Unterlagen vor und sitzen im Audit an Ihrer Seite. Die Unabhängigkeit der Stelle ist Ihr Schutz: Sie garantiert, dass Ihr Zertifikat bei Kunden und Behörden etwas gilt.

Was passiert nach den drei Jahren Zertifikatslaufzeit?

Nach drei Jahren steht die Rezertifizierung an — ein vollständiges Audit wie beim ersten Mal. Dazwischen liegen zwei jährliche Überwachungsaudits. Für ein System im laufenden Mandat ist das Routine: Die Nachweise sind aktuell, weil sie im Betrieb entstehen. Für ein eingeschlafenes System ist jede dieser Stufen ein neues Projekt — genau der Zyklus, den das Betreibermodell durchbricht.

Ist ITM selbst zertifiziert?

Ja — seit Januar 2025 nach ISO 27001 (Informationssicherheit) und ISO 9001 (Qualität), ausgestellt von einer unabhängigen, akkreditierten Zertifizierungsstelle. Wir haben Stage-1, Stage-2 und das Überwachungsaudit selbst durchlaufen und betreiben unser ISMS mit denselben Werkzeugen und Abläufen, die wir bei Kunden einsetzen. Wir empfehlen nichts, was wir nicht selbst leben.

Für welche Unternehmensgrösse lohnt sich Professional?

Der typische Professional-Kunde hat 10 bis 250 Mitarbeitende: gross genug, dass Kunden oder Regulierer Nachweise verlangen, zu klein für eine eigene Compliance-Abteilung. Darunter lohnt sich meist der ISO-orientierte Betrieb ohne Zertifikat (Starter), darüber bauen wir eher mit Ihrer internen Organisation zusammen. Auch das sortiert das Gap-Assessment ehrlich ein.

Bereit?

Wissen Sie, wo Sie stehen?

Starten Sie mit dem kostenlosen Selbstcheck — oder direkt mit dem Gap-Assessment zum Festpreis: In zwei bis drei Wochen kennen Sie Ihren Readiness-Score und den ehrlichen Weg zum Zertifikat.

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